Autorenwettbewerb 2015: Sieger-Details

 

1. Platz: Lancelotto Malocello

Autor: Martin Schlegel
Land: Deutschland
Anzahl Spieler: 2 - 4
Altersangabe: 8 +
Spieldauer: 90 - 110 min.

In Lancelotto Malocello besiedeln die Spieler die Kanarischen Inseln, bauen verschiedene Früchte an, um diese gewinnbringend zu verkaufen. Dabei sind die Inseln drei unterschiedlichen Regionen zugeordnet, in denen entweder die Bedingungen zum Anbau gut sind oder die Preise für den Verkauf von Waren hoch sind und mehr Möglichkeiten zum Bau von Häusern vorhanden sind. Die möglichen Aktionen sind: Waren anbauen, Waren verkaufen, Siedlung gründen, Arbeiter bewegen, Ware transportieren und Schiff ziehen. Um diese Aktionen durchführen zu können, müssen diese mit entsprechenden Inselkarten kombiniert werden, um anzuzeigen, wo die jeweilige Aktion durchgeführt wird. Zu Beginn einer Runde legen alle Spieler verdeckt 1–4 Aktions- und/oder Inselkarten vor sich hin. Dann zählen alle Spieler die darauf aufgedruckten Punkte zusammen und nennen die Summe. Der Spieler mit der kleinsten Summe beginnt, die anderen folgen in aufsteigender Reihenfolge. Man kann einmal im Spiel eine fünfte Karte spielen und/oder auch den Punktewert der gespielten Karten mit Minuskarten reduzieren. Diese Minuskarten wandern jedoch nach dem Einsatz zum Gegner. Gold kann man durch Anbauen von Waren, Ernten und Verkaufen verdienen. Arbeiter reduzieren die Kosten für den Anbau, Schiffe beschleunigen den Warentransport. Durch Mehrheiten von Schiffen, Arbeitern und Waren wird man Inselchef, was wiederum zu Privilegien und Siegpunkten führt.

Am Ende jeder Runde wird jeweils ein Siegpunkt für die beiden bestplatzierten Spieler auf der Goldleiste und für jeden Inselchef vergeben. Die Inselchefs werden zuvor evtl. neu ermittelt und gelten bis zum Ende der nächsten Runde. Die angepflanzten Früchte werden geerntet und können in der nächsten Runde verkauft werden. Dabei kann es sinnvoll sein, diese zu einer Insel zu bringen, die keine Anbaumöglichkeiten hat, da dort höhere Preise gezahlt werden.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler 20 Siegpunkte erlangt hat oder wenn alle 20 Häuser auf den Inseln verbaut sind. Für je 10 Gold gibt es dann noch je 1 Siegpunkt. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

2. Platz: Das geht schief !

Autor: Timo Diegel
Land: Deutschland
Anzahl Spieler: 1 - 6
Altersangabe: 8 +
Spieldauer: 20 - 40 min.

Bei “Das geht schief!” bauen die Spieler zusammen an zwei Türmen und erhalten für den Höhenzuwachs Punkte sowie eine Prämie für das Einsetzen auf dem höchsten Turm. Was sich wie ein kooperatives Spiel anhört, entpuppt sich als Wettstreit zwischen den Spielern, die ihrerseits versuchen, ihren Mitkonkurrenten durch geschicktes Einsetzen ihrer Steine das Weiterbauen zu erschweren.

Gemäß einer Auftragskarte muss der aktive Spieler ein bestimmtes Bauteil in einen der beiden Türme integrieren, ohne dass dieser einstürzt. Dabei muss der Spieler vor dem Einsetzen des Steins abschätzen, welcher Turm belastbarer wirkt; denn wechselt er den Turm, verliert er Punkte. Für das erfolgreiche Einsetzen eines Bauteils erhält der Spieler Punkte. Dabei wird der Mut zum Risiko zusätzlich belohnt. Überschätzt der Spieler sein Geschick und der Turm stürzt ein, wird dies mit Punktabzug bestraft.

Sobald der Kartenstapel durchgespielt ist und einer der Türme einstürzt, endet das Spiel und es gewinnt der Spieler, der die meisten Punkte sammeln konnte.
Das Spiel bietet mehrere Varianten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen.


3. Platz: Kallipolis

Kallipolis-tischAutor: Bjoern Ebeling
Land: Deutschland
Anzahl Spieler: 2 - 4
Altersangabe: 12 +
Spieldauer: 90 - 120 min.
 
In Kallipolis lenkt jeder Spieler die Geschicke eines Stadtstaates im antiken Griechenland und versucht in vier Runden den meisten Ruhm zu erringen. Dazu erfüllt man die Wünsche der Götter, gründet bzw. erweitert Siedlungen, baut Schiffe und rekrutiert Helden. In der Mitte des Spielplans befindet sich ein Zirkel, auf dem die aktuelle Runde (innerer Kreis) und die aktuelle Aktion (äußerer Kreis) angezeigt wird. In jeder Runde gibt es bis zu 4 menschliche Aktionen, 2 Aktionen der Helden und 6 Aktionen der Götter. Bei den ersten 6 Aktionen sind die Spieler aktiv und während der zweiten 6 Aktionen reagieren sie auf die Wünsche der Götter.

Wichtiges Spielprinzip bei Kallipolis ist, dass alle Spieler ihre Aktion immer gleichzeitig und geheim planen. Eine Aktion setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Es gibt vier verschiedene Orte und drei verschiedene Handlungsmöglichkeiten. Eine Aktion entsteht somit aus der Kombination von Ort und Handlung. Ressourcen sind nur begrenzt verfügbar. Wenn mehrere Spieler am gleichen Ort agieren möchten, darf derjenige zuerst handeln, der über das Privileg dieses Ortes verfügt.

Manche Aktionen verlangen die Unterstützung durch Einwohner, die aufgrund ihrer sozialen Stellung unterschiedlich hohe Boni mit sich bringen. Auch Helden bringen den Spielern dauerhafte oder einmalige Vorteile. Mit Hilfe einer Schiebetafel wird die soziale Stellung und der Alterungsprozess der Einwohner und Helden dokumentiert.

Nach der vierten Runde gibt es noch eine Schlusswertung, bei der Mehrheiten zählen. Sieger des Spiels wird, wem es gelingt den meisten Ruhm (Siegpunkte) zu erringen.